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Filesharing Jäger Rightscorp vor dem Aus

18. Mai 2016 - Allgemein
Filesharing Jäger Rightscorp vor dem Aus

Das Unternehmen Rightscorp, dessen Geschäftsfeld aus dem Abkassieren von Filesharern besteht ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Besserung ist nicht in Sicht.

Die Prozesse zur Verfolgung wurden in der Firma weitestgehend automatisiert, Rightscorp scannt ständig verschiedene Plattformen die zum Tausch urheberrechtlich geschützter Musik und Videos genutzt werden und leitet ermittelte IP Adressen automatisch an Provider in der USA weiter um die Identität hinter den entsprechenden IPs zu ermitteln.

Die Bilanzen des Unternehmens zeigen im ersten Geschäftsquartal dieses Jahres einen satten Umsatzrückgang in Höhe von 78 Prozent. Dem Umsatz in Höhe von 68.000 Dollar steht ein Nettoverlust in Höhe von 780.000 Dollar gegenüber und die finanzielle Lage des Unternehmens ist als dramatisch zu bewerten.

Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2011 wurden über 230.000 Fälle von Urheberrechtsverletzungen durchgefochten. Diese Zahlen sind aber stark rückläufig da viele Nutzer bereits auf legal verfügbare Inhalte zurückgreifen oder auf Streamhoster bei denen die Methoden von Rightscorp ins leere laufen.

Hinzu kommt auch das Provider zunehmend unwillig reagieren und Daten ihrer Kunden nicht mehr herausgeben. Selbst Medienunternehmen sind mittlerweile kaum noch daran interessiert sich auf lange und teure Auseinandersetzungen vor Gericht einzulassen. Rightscorp kann dies angesichts der schlechten Zahlen kaum noch selbst und stellte kürzlich die Idee in den Raum mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen mit dem Einsatz von Ransomware Zahlungen zu erzwingen.

Im Februar erhielt Rightscorp noch einmal eine Finanzierung in Höhe von 500.000 Dollar, erklärte aber schon damals eine weitere Million zu benötigen um zahlungsfähig zu bleiben. Laut dem letzten Geschäftsbericht verfügt das Unternehmen noch über Geldreserven um bis ins zweite Quartal hinein arbeiten zu können. Dies ist nun aber schon zur Hälfte vorbei und es dürfte sich eher um Tage als um Wochen handeln bis offiziell Insolvenz angemeldet werden muss.

Bleibt mir an dieser Stelle noch ein persönliches Fazit.
Filesharing ist sicherlich noch immer beliebt, aber ist es wirklich noch zeitgemäß?
Viele Inhalte sind mittlerweile kostenfrei und/oder kostengünstig zu erwerben so das man sich der Gefahr erwischt zu werden nicht mehr aussetzen muss.

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